Die schönsten Farben & Kombinationen für Deine Wände
von Antonia Howe
Farben bringen Persönlichkeit in Räume, verändern die Raumwirkung und schaffen die perfekte Atmosphäre für Dein Zuhause. Ob beruhigende Naturtöne für Dein Schlafzimmer, stilvolle dunkle Wände fürs Wohnzimmer oder helle Nuancen für kleine Räume, mit der richtigen Wandfarbe und den passenden Kombinationen holst Du das Maximum aus Deinen vier Wänden heraus. In diesem umfassenden Guide zeigen Dir unsere Westwing Interior-Experten, wie Du Wandfarben richtig auswählst, gekonnt miteinander verbindest und Raum für Raum stilvoll in Szene setzt.
Wandfarben nach Raumwirkung & Helligkeit wählen
Bevor Du den Pinsel ansetzt, lohnt sich ein genauer Blick auf die architektonischen Gegebenheiten Deines Raumes. Die Raumgröße, die Deckenhöhe und allen voran der natürliche Lichteinfall bestimmen maßgeblich, wie ein Farbton an Deinen Wänden wirkt. Ein und dieselbe Farbe kann in einem sonnendurchfluteten Südzimmer vollkommen anders strahlen als in einem schmalen, nach Norden ausgerichteten Flur. Indem Du Helligkeit, Schnitt und Nutzung Deiner Räume vorab analysierst, findest Du mühelos Nuancen, die perfekt harmonieren und Dein Zuhause optisch aufwerten.
Helle Wandfarben: Für Licht, Weite & Frische
Helle Wandfarben sind zeitlos, elegant und das wohl wirkungsvollste Werkzeug, um optisch mehr Weite und Leichtigkeit in Dein Zuhause zu zaubern. Sie reflektieren das Tageslicht auf natürliche Weise, lassen Wände optisch zurücktreten und sind daher ein absolutes Must-have für niedrige Decken, kleine Grundrisse oder Räume mit wenig Fenstern. Je nachdem, welche Atmosphäre Du kreieren möchtest, bieten sich verschiedene helle Nuancen als perfekte Basis an:
- Weißtöne & Off-White:
Der zeitlose Klassiker. Off-White oder Cremeweiß wirkt weniger steril als Reingelb oder Reinweiß und bietet eine wunderschöne neutrale Basis. - Helles Grau:
Eine moderne, elegante Alternative zu Weiß, die Möbel und Kunstwerke perfekt zur Geltung bringt. - Sandfarben & Beige:
Verleihen Deinen Wänden Wärme, ohne aufdringlich zu wirken. - Zarte Pastelltöne (Mint, Rosé, Apricot, Pastellgelb):
Bringen unbeschwerte Frische und Positivität an die Wand.
Ganz gleich, für welchen Ton Du Dich entscheidest, helle Wände schenken Deinem Raum ein offenes, freundliches Fundament, das Dir maximale Freiheit beim Dekorieren und Einrichten lässt.
Dunkle Wandfarben & Schwarze Wände: Eleganz & Dramatik richtig stylen
Entgegen dem weit verbreiteten Mythos lassen dunkle Wandfarben Räume nicht automatisch kleiner oder drückend wirken. Richtig eingesetzt und geschickt kombiniert, verleihen sie Deinen vier Wänden faszinierende Tiefe, spürbare Geborgenheit und einen Hauch von edlem Luxus. Wenn Du Mut zu dunklen Nuancen beweist, kannst Du mit diesen Styling-Regeln beeindruckende Akzente setzen:
- Wirkung & Räume:
Dunkelgrün, Navyblau, Anthrazit oder Schokoladenbraun schaffen im Schlaf- und Wohnzimmer einen behaglichen Rückzugsort. - Die 5 cm-Regel bei schwarzen Wänden:
Wenn Du eine Wand in Schwarz oder Anthrazit streichst, lasse rund um die Farbfläche einen ca. 5 cm breiten weißen Rand stehen. Das nimmt der Farbe die Schwere und setzt den dunklen Ton wie ein Kunstwerk in Szene. - Kontraste nutzen:
Kombiniere dunkle Wände mit hellen Textilien, warmem Holz oder glänzenden Metallen wie Messing und Gold, um optische Frische zu erzeugen.
Mit dem richtigen Zusammenspiel aus Licht, Kontrasten und Texturen wird eine dunkle Wand zum absoluten Highlight, das Deinem Raum eine charakterstarke und stilvolle Note verleiht.
Warme Wandfarben: Für maximale Gemütlichkeit
Warme Wandfarben sind die perfekte Wahl, wenn Du Deinen Räumen eine einladende, behagliche Atmosphäre verleihen möchtest. Das Farbspektrum reicht von sanftem Beige, Creme und Sand über mediterranes Terracotta, Pfirsich und Koralle bis hin zu strahlendem Gelb oder tiefem Burgunderrot. Durch ihren gelblichen oder rötlichen Unterton wirken diese Nuancen wohltuend, spenden Geborgenheit und regen sanft die Kommunikation an, weshalb sie sich hervorragend für Wohnzimmer, Essbereiche und die Küche eignen.
- Neutrale Töne großflächig nutzen: Sanfte Töne wie Sand, Creme oder helles Beige können problemlos im gesamten Raum gestrichen werden, ohne erdrückend zu wirken. Sie bilden eine erdig-ruhige Basis und bringen gleichzeitig Wärme an die Wand.
- Feurige Nuancen als Akzent setzen: Kräftige Farben wie Korallenrot, Ziegelrot oder ausdrucksstarkes Terracotta entfalten ihre Wirkung am besten an einer gezielten Akzentwand. So wird der Ton zum Blickfang, ohne den Raum optisch zu überladen.
- Materialien abstimmen: Besonders harmonisch wirken warme Wandfarben im Zusammenspiel mit natürlichen Materialien wie Holz, Leinen, Rattan oder glänzenden Akzenten aus Messing und Gold.
Ob als dezent geschaffener Wohlfühlhintergrund oder als mutiger Farbtupfer, warme Wandtöne hüllen Dein Zuhause in ein gemütliches Licht und sorgen im Handumdrehen für ein rundum geborgenes Raumgefühl.
Moderne Wandfarben: Die aktuellen Farbtrends
Moderne Wandgestaltung lebt von Individualität, Leichtigkeit und dem Mut, Räume neu zu denken. Heute muss nicht mehr das gesamte Zimmer in einer einzigen Farbe gestrichen werden, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen. Stattdessen setzen moderne Farbkonzepte auf spannende Nuancen, sanfte Naturtöne oder gezielte Akzente, die Deinen Möbeln die perfekte Bühne bieten und Deinem Zuhause einen zeitgemäßen Charakter verleihen. Zu den angesagtesten Trendnuancen zählen derzeit:
- Greige: Die perfekte Symbiose aus kühlem Grau und warmem Beige. Greige ist extrem wandlungsfähig, passt sich jedem Lichteinfall an und ist die ideale Wahl für alle, die eine moderne, aber dennoch gemütliche Alternative zu klassischen Neutraltönen suchen.
- Salbei & Olivgrün: Sanfte, von der Natur inspirierte Grüntöne, die sofort Ruhe, Ausgeglichenheit und Entschleunigung in Deine Wände bringen. Sie wirken dezent, edel und lassen sich wunderbar mit hellen Hölzern und schwarzen Akzenten kombinieren.
- Terracotta & Curry: Erdige, charakterstarke Töne mit rotem oder gelbem Unterton, die sofort mediterranes Flair und wohlige Wärme versprühen. Als Akzentwand gesetzt, bringen sie ein Stück Urlaubsgefühl und moderne Energie in Wohn und Essbereiche.
Ob als dezent geschaffene Basis im ganzen Raum oder als trendiger Farbtupfer an einer einzelnen Wand: Mit diesen modernen Nuancen verleihst Du Deinen vier Wänden ganz einfach einen stilvollen und persönlichen Look.
Wandfarben für kleine Räume: Optische Vergrößerungstricks
Ein kleiner Grundriss bedeutet keinesfalls, dass Du auf stilvolle Wandgestaltung verzichten musst. Mit der richtigen Farbwahl und ein paar einfachen optischen Kniffen kannst Du selbst kompakte Zimmer oder schmale Flure im Handumdrehen viel weitläufiger wirken lassen. Das Geheimnis liegt darin, Licht optimal zu reflektieren und starre Raumgrenzen geschickt aufzuweichen. Damit kleine Räume optisch größer, heller und herrlich luftig erscheinen, helfen Dir diese erprobten Experten-Tipps:
- Helle & kühle Töne nutzen: Zartes Hellblau, frisches Mintgrün oder kühles Hellgrau treten optisch zurück. Durch ihren bläulichen Unterton erzeugen sie eine angenehme Tiefe, die Wände scheinbar weiter entfernt wirken lässt.
- Wände & Decke ähnlich hell streichen: Wenn Du die Decke in demselben hellen Ton (oder eine Nuance heller) wie die Wände streichst, lösen sich die harten Übergänge auf. Die Raumgrenzen verschwimmen optisch, was dem Zimmer mehr Höhe und Weite schenkt.
- Licht & Spiegel clever einbeziehen: Nutze feine, lichtdurchlässige Vorhänge aus Leinen oder Voile, um das Tageslicht ungehindert einzuladen. Ein großer Wandspiegel gegenüber dem Fenster reflektiert das Licht zusätzlich im gesamten Raum und verdoppelt die gefühlte Größe im Nu.
Mit diesem Zusammenspiel aus zurückhaltenden Farben, klaren Linien und reflektiertem Licht verwandelst Du kleine Räume im Handumdrehen in helle, offene Wohlfühloasen.
Die beliebtesten Wandfarben im Überblick
Wandfarbe Beige – Zeitlos, natürlich & modern
Beige ist der unangefochtene Allrounder unter den Wandfarben. Es vereint die strahlende Helligkeit von klassischem Weiß mit der einladenden Geborgenheit natürlicher Erdtöne. Während Weiß in manchen Räumen schnell kühl oder gar steril wirken kann, schenkt Beige Deinen Wänden eine sanfte, beruhigende Substanz. Es bildet eine visuell weiche Leinwand, die Raum für Architektur, Licht und persönliche Deko-Highlights schafft, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen.
- Farbpalette:
Reicht von sehr hellen Nuancen wie Cremeweiß, Sand und Champagner, die schmalen Räumen optische Weite und sanftes Licht schenken, über elegante Zwischentöne wie Taupe, Greige und Kieselgrau, die durch ihren leichten Grauanteil besonders modern wirken, bis hin zu tiefen, wohlig-warmen Tönen wie Mokka, Hafer und Camel, die als Akzentwand maximale Geborgenheit ausstrahlen. - Kombinations-Tipps:
Passt perfekt zu Naturmaterialien (Holz, Jute, Rattan, Leinen) und Harmoniert mit Schwarz-Weißen Akzenten oder glänzendem Messing. - Wohnstile:
Ideal für Scandi Chic, Japandi, Wabi-Sabi, Boho und den modernen Landhausstil.
Egal ob großflächig im gesamten Raum gestrichen oder als sanfter Hintergrund für ein einzelnes Highlight-Möbelstück: Wandfarbe Beige ist ein zeitloser Dauerbrenner, der Ruhe ins Zuhause bringt und Dir maximale Gestaltungsfreiheit für Veränderungen lässt.
Wandfarbe Grau – Modern, zeitlos & vielseitig
Grau ist der Inbegriff zeitloser Eleganz. Es ist neutral, edel und fungiert als moderner Verwandlungskünstler, der sich mühelos jedem Einrichtungsstil anpasst. Im Gegensatz zu reinem Weiß verleiht Grau den Wänden eine architektonische Tiefe und setzt Möbel sowie Kunstwerke gekonnt in Szene. Je nach Unterton und Lichteinfall schafft es eine Atmosphäre von kühler Minimalistik bis hin zu geborgener Gemütlichkeit.
- Farbpalette: Kühles Grau (mit Blau- oder Grünanteil) wirkt extrem klar, frisch und architektonisch modern, es bringt Struktur in lichtdurchflutete Räume und harmoniert perfekt mit Sichtbeton oder kühlen Holzböden. Warmes Grau, Taupe oder Schlammgrau (mit Rot-, Orange- oder Gelbanteil) wirkt dagegen überraschend weich, wohnlich und hüllt den Raum in eine beruhigende, gemütliche Hülle.
- Kombinations-Tipps: Grau liebt ausdrucksstarke Kontraste: Es bietet die perfekte Bühne für strahlende Akzentfarben wie Senfgelb, Altrosa, Terracotta oder Salbeigrün. In Kombination mit warmen Holztönen verliert es jede Strenge, während glänzende Gold, Messing oder schwarze Metall-Details ihm eine glamouröse und elegante Note verleihen.
- Wohnstile: Die ideale Wahl für den Industrial Style und modernen Minimalismus, wo klare Linien dominieren, macht aber auch im Urban Jungle oder klassischen Elegance-Look eine hervorragende Figur. Egal ob als dezent-heller Allrounder für kleine Zimmer oder als dunkler, eleganter Statement-Ton an einer einzelnen Akzentwand: Wandfarbe Grau verleiht jedem Raum sofort Charakter und eine strukturierte, hochwertige Ästhetik.
Ob als lichter Hintergrund oder ausdrucksstarker Akzent, Wandfarbe Grau schenkt Deinen vier Wänden eine edle Basis, die sich jedem Trend mühelos anpasst
Wandfarbe Grün – Natur-Flair & Beruhigung
Grün bringt die beruhigende Kraft der Natur direkt in Dein Zuhause. Es steht wie kaum eine andere Wandfarbe für Frische, Balance und visuelle Erholung. Durch seine ausgleichende Wirkung schafft Grün eine harmonische Atmosphäre, die sowohl Entspannung fördert als auch die Konzentration stärkt. Ob sanft geerdet oder tief und edel grüne Nuancen verwandeln jeden Raum in eine wohltuende Oase.
- Farbpalette: Reicht von dezentem Salbeigrün & Eukalyptus, die mit ihren kühlen, pudrigen Pigmenten besonders entspannend wirken und ideal fürs Schlaf- oder Arbeitszimmer sind, über warme, erdige Töne wie Oliv & Moosgrün, die sofort Gemütlichkeit ausstrahlen, bis hin zu tiefem Wald & Tannengrün, das als Akzentwand eine faszinierende Tiefe, Eleganz und Luxus ausstrahlt.
- Kombinations-Tipps: Grün harmoniert traumhaft mit hellen Hölzern (wie Eiche oder Esche), warmen Cremetönen und Naturtextilien wie Leinen. Für spannende Kontraste sorgen erdige Akzente in Terracotta oder Altrosa, während Kombinationen mit Dunkelblau oder Messing-Details dem Raum eine edle, fast schon majestätische Note verleihen.
- Wohnstile: Perfekt für den Biophilic Design-Ansatz und den Urban Jungle, harmoniert aber auch hervorragend mit dem Scandi Chic, Japandi oder dem klassischen Landhausstil.
Egal ob als zartes Salbeigrün im Schlafzimmer oder als tiefes Waldgrün hinter dem Sofa, Wandfarbe Grün holt ein Stück Natur nach drinnen und sorgt nachhaltig für ein ausgeglichenes, wohnliches Raumgefühl.
Wandfarbe Blau – Klarheit & Tiefe
Blau steht für Ruhe, Klarheit und Weite. Als Wandfarbe wirkt es nachweislich beruhigend, senkt optisch die Raumtemperatur und lässt Wände sanft zurücktreten. Während helle Blautöne Räumen eine unbeschwerte Frische und optische Weite schenken, verleihen dunklere Nuancen Deinen vier Wänden eine faszinierende Tiefe und edle Geborgenheit. So verwandelt Blau jeden Raum in einen stilvollen Rückzugsort.
- Farbpalette: Reicht von frischem Hellem Blau & Pastelltürkis, die heiter wirken, Licht reflektieren und besonders kleine Räume optisch vergrößern, über sanfte Zwischentöne wie Taubenblau & Rauchblau, die eine ausgleichende Eleganz ausstrahlen, bis hin zu tiefem Dunkelblau, Marine & Petrol, die als Akzentwand eine luxuriöse, geborgene Atmosphäre im Wohn- oder Schlafzimmer schaffen.
- Kombinations-Tipps: Blau lässt sich hervorragend mit warmen Holztönen (wie Walnuss oder Eiche), Beige, Sand und Creme abmildern, um kühlen Untertönen entgegenzuwirken. Strahlendes Weiß setzt frische, maritime Kontraste, während Akzente aus gebürstetem Messing, Gold oder warmem Terracotta dem Raum einen besonders edlen und modernen Touch verleihen.
- Wohnstile: Ideal für den Modern Coastal & Maritimen Stil, fügt sich aber auch perfekt in den Mid-Century Modern, den nordischen Scandi-Look oder ein elegant-klassisches Interior Design ein.
Egal ob als zartes Hellblau im schmalen Flur oder als tiefes Petrol hinter dem Bettkopfteil: Wandfarbe Blau bringt Klarheit und Stil ins Zuhause und schafft eine Oase der Gelassenheit.
Wandfarbe Altrosa – Feminine Eleganz & Wärme
Altrosa ist ein gebrochenes Rosa mit sanftem Grauanteil, das zeitlose Eleganz und wohlige Wärme ausstrahlt. Im Gegensatz zu poppigem Pink wirkt Altrosa erwachsen, stilvoll und beruhigend, ohne jemals kitschig zu erscheinen. Es bricht die Strenge moderner Architekturlinien, mildert kühle Einrichtungen optisch ab und schenkt Deinen Wänden einen pudrigen, sanften Hintergrund mit besonderem Charme.
- Farbpalette: Reicht von sehr zartem Puder- & Staubrosa, die sich wie ein feiner Schleier an die Wand legen und Räume hell und einladend wirken lassen, über sanfte Zwischentöne wie Marmormehl- & Altrosa, die eine beruhigende Eleganz ausstrahlen, bis hin zu tiefen, erdig-warmen Tönen wie Rosenholz & Terrakotta-Rosa, die als Akzentwand eine umhüllende Geborgenheit kreieren.
- Kombinations-Tipps: Sieht fantastisch aus in Kombination mit neutralem Grau oder Schwarz-Weiß-Kontrasten, die dem Farbton seine Süße nehmen und eine moderne Kante verleihen. Traumhafte Partner sind zudem Oliven- oder Waldgrün sowie edle Beerentöne. Im Zusammenspiel mit warmen Hölzern und glänzenden Gold- oder Messingakzenten entfaltet Altrosa eine luxuriöse, feminine Strahlkraft.
- Wohnstile: Perfekt für den Modern Romantic Look und den Boho Chic, setzt aber auch im Scandi-Style, Japandi oder Vintage-Interior wunderschöne, sanfte Akzente.
Egal ob großflächig im Schlafzimmer gestrichen oder als stilvolle Akzentwand im Wohnbereich, Wandfarbe Altrosa bringt Wärme, Harmonie und ein Hauch von niveauvoller Romantik in Dein Zuhause.
Wandfarben harmonisch kombinieren: Das Prinzip der Untertöne
Damit der Farbmix an den Wänden stimmig wirkt, sollte stets auf die Untertöne geachtet werden. Für warme Kombinationen verbindet man Töne mit gelblichem oder rötlichem Unterton wie Beige, Sand, Terracotta, Creme oder warmes Holz. Kühle Kombinationen entstehen durch Mischen von Farben mit blauem oder grauem Unterton, etwa Taubenblau, Salbeigrün, kühles Grau und Off-White. Eine bewährte Methode ist die Kombination einer neutralen Grundfarbe für etwa 60 Prozent des Raumes mit einem ausdrucksstarken Akzent, wie Beige mit Salbeigrün oder Creme mit Dunkelblau. Generell sollten im selben Raum höchstens zwei bis drei Farbtöne verwendet werden, damit das Gesamtbild harmonisch bleibt.
Die fünf schönsten Streichtechniken für Deine Wände
Es muss nicht immer das gesamte Zimmer vollflächig gestrichen werden, denn mit kreativen Maltechniken lassen sich gezielte Akzente setzen.
- Die klassische Variante ist das Streichen einer Akzentwand hinter dem Sofa, Bett oder Esstisch in einem kräftigeren Ton wie Dunkelgrün, Petrol oder Terracotta, was dem Raum spürbare Tiefe verleiht.
- Bei einer zweifarbigen Wand teilt man die Fläche horizontal, streicht den unteren Bereich in einer dunkleren Farbe wie Salbeigrün und belässt den oberen Teil in hellem Weiß oder Creme.
- Für einen modernen, grafischen Touch eignet sich ein farbiger Sockel im unteren Drittel, der gleichzeitig beanspruchte Bereiche im Flur schützt.
- Zudem lassen sich zwei benachbarte Wände in derselben Farbe gestalten, um eine farbige Ecke für einen Arbeitsplatz oder eine Leseecke optisch abzugrenzen.
- Auch eine farbige Decke in einem hellen Beige, Blau oder Grünton lässt hohe Räume gemütlicher wirken und schafft eine außergewöhnliche Atmosphäre.
Welche Wandfarbe passt in welches Zimmer?
Im Wohnzimmer darf es gemütlich und einladend sein, wo Farben wie Beige, Greige, Sandtöne, Olivgrün oder Dunkelblau mit warmen Holzmöbeln die perfekte Wohlfühloase schaffen. Für das Schlafzimmer eignen sich beruhigende Töne wie Salbeigrün, Eukalyptus, Hellblau, Altrosa oder warmes Taupe, während eine dunkle Akzentwand hinter dem Kopfteil des Bettes Geborgenheit schenkt. Da Flure meist schmal und dunkel sind, greift man hier am besten zu hellen Nuancen wie Beige, Off-White oder Hellgrau, wobei ein zweifarbiger Anstrich oder ein farbiger Sockel Frische hineinbringt, ohne zu erdrücken.
In Küche und Esszimmer wirken warmes Terracotta, Ziegelrot, Apricot, warmes Gelb oder Salbeigrün besonders appetitanregend und gastfreundlich, ergänzt durch schadstofffreie schwarze Tafelfarbe als praktisches Highlight. Für das Badezimmer zaubern Grün- und Blautöne wie Salbeigrün oder Pastelltürkis in Kombination mit hellen Fliesen, Naturstein und Holz ein echtes Spa-Feeling. Im Kinderzimmer sorgen helle Pastelltöne wie Mint, Apricot, sanftes Gelb oder Altrosa für eine angenehme Atmosphäre, wobei sich eine halb gestrichene Wand später leicht anpassen lässt, wenn das Kind älter wird.
Vorbereitung und Anstrich
Damit der Anstrich perfekt gelingt und die Oberfläche ebenmäßig aussieht, müssen vorab einige Praxis-Schritte beachtet werden. Zunächst wird der Untergrund geprüft, da die Wand sauber, trocken und fettfrei sein muss sowie Löcher und Risse verspachtelt werden sollten. Bei stark saugenden Wänden wie Trockenbau oder neuem Putz sorgt eine Grundierung für ein gleichmäßiges Farbergebnis. Beim Anstreichen selbst wird stets Nass-in-Nass gearbeitet, indem Ecken und Kanten mit dem Pinsel vorgearbeitet und die Fläche anschließend zügig gerollt wird, um sichtbare Ansatznähte zu vermeiden.
Trocknungszeiten und Raumklima
Auch das Raumklima und die Trocknungszeiten spielen eine entscheidende Rolle für ein sauberes Ergebnis. Bei den meisten Dispersionsfarben ist die Oberfläche nach etwa fünf Stunden handtrocken, während die Wand nach circa zwölf Stunden über Nacht absolut tiefdurchgetrocknet und belastbar ist. Erst nach dieser Trocknungszeit sollte der zweite Anstrich erfolgen, da frische Farbe sonst die untere Schicht anlösen und Klumpen an der Rolle verursachen kann. Wandfarben trocknen am besten bei optimalen Raumtemperaturen von 20 bis 25 °C, wobei auf Föhne bei Wasserfarben verzichtet werden muss, da zu schnelle Hitze zu Rissen führen kann. Abschließend hilft regelmäßiges Öffnen der Fenster nach dem Streichen, da die zirkulierende Luft der Farbschicht Feuchtigkeit entzieht und den Farbgeruch rasch vertreibt.
Wandfarben Experten Cooper Colours im Interview
Das Mutter-Tochter-Duo aus Österreich, Bettina Sacher-Waechter und Camilla Thomas, war gerade mit ihrem Jack Russel Terrier Cooper joggen, als die Idee entstand, ein eigenes Unternehmen zu gründen: Bettina, die nach der Ausbildung an der Kunstakademie und einer Malerausbildung, 20 Jahre in einem Malerbetrieb arbeitete, ist spezialisiert auf das Farben mischen. Ihre Tochter Camilla wollte immer selbstständig werden und eignete sich in ihrem Wirtschaftsstudium das erforderliche Know-How an: So gründeten die beiden Cooper Colours. Und ja, ihr Hund Cooper inspirierte die Unternehmerinnen zum Firmennamen.
Heute haben sie 192 Nuancen im Sortiment und die Farben tragen Namen wie Moscow Gray, Padua Apple oder Casablanca Violet.
Die Gründerinnen von Cooper Colours im Interview:
Antonia Howe
Interior Design bedeutet für mich viel mehr als Wohnen und Ästhetik. Die Einrichtung ist der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und des Lebensstils. Bei Westwing verbinde ich meine Leidenschaft für Farben, Formen und clevere Wohnkonzepte. Gern möchte ich Dich zu einem individuellen und zeitlosen Zuhause inspirieren, in dem Du Dich rundum wohlfühlst. Live Beautiful!













































